Content-Strategie vs. Content Marketing

Content Marketing funktioniert nicht ohne Content-Strategie. aber nicht jede Content-Strategie ist eine Marketing-Strategie sein. Content Strategien können Aktionäre, Mitarbeiter, Bürger, Patienten etc. im Sinn haben. Content Marketing ist eine Content Strategie, um es so zu formulieren, die Kunden für Unternehmen gewinnen und halten möchte.

Die vier Ziele des Content Marketings: Bilden, Informieren, Unterhalten, Inspirieren

Die vier Ziele des Content Marketings sind, Leser und/oder Zuschauer

  • zu bilden: Sie befähigen Dinge zu tun, die tun möchten oder müssen.
  • zu informieren: Sie über Themen auf dem Laufenden halten, die Sie interessieren.
  • zu unterhalten: Sie in eine gute Stimmung versetzen, die leichter durch den Tag und ihre to-do-Listen bringt.
  • zu inspirieren: Sie mit Ideen zu versorgen, sie persönlich und/oder beruflich weiterbringen.

Ausführlicher schreibt dazu Jeff Bullas in seinem Blog: What are 4 Key Goals in Content Marketing?

 

Jeff Bulls

Welche Inhalte für welche Zwecke und Ziele

Heidi Cohen stellt in Ihrem Blog eine einfach aber  informative Grafik zu den verschiedenen Inhaltskategorien des Content Marketings vor. Sie liefert erste Anhaltspunkte, welche Art von Unternehmen welche Inhalte für welche Zwecke und Inhalte einsetzen können:

Hier geht es zum komplette Blog-Beitrag von Heidi Cohen:  Choose the Right Content For the Job.

Übrigens: Der Blog von Heidi Cohen gehört zu den ergiebigsten überhaupt.

Content Marketing World 2012: Alle Infos

Vom 4. bis zum 6. September 2012 fand in Columbus Ohio die Content Marketing World statt. Da ich in der Woche zuvor schon auf der Inbound 2012 in Boston war, konnte ich leider nicht teilnehmen (man muss ja auch schon mal Content produzieren…)

Wer sich wie ich trotzdem umfassend über die Content Marketing World informieren möchte: Hier gibt es Berichte, Video, Tweets, Präsentationen etc.

Content Marketing World 2012

Podcast über Content Marketing

Wer lieber über Content Marketing hört als liest, ist hier richtig: Mike Klassen, englischer Content-Marketer spricht in mehr als 30 Episoden über Strategien für kleine und mittelständische Unternehmen.

Podcasts: Increase Sales and Build Deeper Connections (by Content Marketing)

Die letzten 20 erschienen Content-Marketing-Episoden (ergänzt am 20.9):

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Die Tweets von der Inbound 12 über Inbound & Content Marketing

Die Key Notes und Sessions der Inbound 12  in Boston (27. August – 30. August) habe ich teilweise mitgetweeted (teilweise, weil Akku und überlastetet Wlan nicht mehr erlaubten). Sie sind zwar für sich sehr fragmentarisch, geben aber in ihrer Gesamtheit einen guten Eindruck, worum es auf der Inbound 12 ging: Inbound Marketing, Content Marketing, Lead Nurturing, Konversion, Kontext, SEO usw.:

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Events als Live Content Marketing

Content Marketing müssen keine Texte, Videos oder Bilder sein. Von Unternehmen ausgerichtete Konferenzen oder Kongresse können als eine Art Live Content Marketing inszeniert werden. Bei Content-Marketing-Events geht es, wie beim Content Marketing im Allgemeinen, nicht darum, Werbebotschaften unter das Publikum zu bringen, sondern nützliche Inhalte zu präsentieren.

Dazu ein Beispiel aus den USA und eines aus Deutschland:

Hubspot, Anbieter der gleichnamigen All-in-One-Webmarketing-Lösung, veranstaltet Ende des Monats in Boston die dreitägige Inbound 2012. Bei den über 60 Sessions und Key-Notes geht es fast nie um das Hubspot-Produkt, sondern immer um Lead-Generierung, Content Marketing, Suchmaschinen-Optimierung etc. Die Referenten gehören teilweise zu den Gurus ihres Faches, die jeweils führende Bücher zum Thema verfasst haben. Die Preisgestaltung ist dabei mit 499 Dollar für Hubspot-Kunden und 599 Dollar für Nicht Hubspot-Kunden sehr moderat. Für kürzere, weniger prominent besetzte Veranstaltungen zahlt man gerne auch dreifache Teilnehmerbeiträge. (Berichte von der Inbound gibt in Kürze hier zu lesen.) Insgesamt ist die Inbound eher eine Fortbildungs- und Netzwerkveranstaltung als ein Marketing-Event.

Auch wenn in den Vorträgen nicht für Hubspot getrommelt wird, wird das Unternehmen Gewinn machen: Für drei Tage wird die Konferenz zum Weltzentrum des Inbound-Marketings, das man natürlich mit Hubspot bestens betreiben kann. Hubspot positioniert sich durch das Kuratieren der Vorträge als absoluter Inbound-Experte mit den besten Kontakten zu den entscheidenden Vordenkern. Wer über Inbound-Marketing nachdenkt, wird automatisch über Hubspot nachdenken.

Auch die deutsche MAGMA GmbH, Aachen, Anbieter von Gießprozess-Simulations-Software, betreibt Live Content Marketing mit Veranstaltungen: Alle zwei Jahre richtet sie das Nicht-Eisen-Seminar und das Leichtmetall-Forum aus. Beide Konferenzen richten sich an Gießereien bzw. Gussteile-Abnehmer. Angesprochen werden sowohl potenzielle Kunden als auch bestehende Kunden (MAGMA macht einen wesentlichen Anteil seines Geschäfts mit bestehenden Kunden).

Auch auf den Foren und Seminaren geht es in den Vorträgen nur selten um das eigene Produkt MAGMA5, sondern hauptsächlich darum, Gieß- und Geschäftsprozesse mit der Gießprozess-Simulation zu optimieren. Zu Wort kommen dabei Praktiker aus Unternehmen und Experten aus Forschung und Technik, weniger die Vertreter von MAGMA selbst. Auch hier liegen die Vorteile des Konzepts auf der Hand: Die Teilnehmer erhalten von den Referenten wertvolle Hinweise, wie sie aktuelle Herausforderungen ihres Gießeralltags meistern können. Dass sie dabei wie selbstverständlich auch über MAGMA5 gesprochen wird, ist,klar. MAGMA selbst positioniert sich als großzügiger Gastgeber, der zuerst Wissen und dann erst sein eigenes Produkt anbietet.

Live Content Marketing vermittelt nicht nur Wissen, sondern schafft ein durchgängiges „Content-Erlebnis“ inklusive direkter, persönlicher Kontaktmöglichkeit. Seine Wirkung, an der richtigen Stelle im Vertriebszyklus eingesetzt, übertrifft die des „normalen“ Content Marketings bei Weitem.

Content Marketing vs. Corporate Publishing

Eine interessante Diskussion hat der Verband Forum Corporate Publishing jetzt geführt: Die Mitglieder stellten sich die Frage, ob man den Begriff Content Marketing in irgendeiner Weise in den Namen aufnehmen solle. Der britische Verband Association of Publishing Agencies hatte sich gerade in Content Marketing Association umbenannt und weitere Verbände in Europa haben bereits ähnliche Namensänderungen oder -erweiterungen durchgeführt oder beschlossen. Das Ergebnis der Diskussion in Deutschland: nein. Der Name “Forum Corporate Publishing” bleibt bestehen. Die Begründung: Man wolle nicht aktionistisch einen zwar diskussionswürdigen, aber etablierten Begriff gegen einen neuen, ebenfalls noch stark diskutierten Begriff austauschen. Das Für und Wieder ist hier ausführlich geschildert: Zurück auf CP.

Wie sich Corporate Publishing zu Content Marketing verhält, ist tatsächlich eine nicht leicht zu beantwortende Frage. Beim Corporate Publishing schwingt doch immer mehr oder weniger die Bedeutung “Kommunikation mit Unternehmenszeitschriften (und ihren Online-Ablegern)” mit, auch wenn man den Anspruch hat, medienunabhängig “journalistisch geprägte Unternehmenskommunikation” zu betreiben. Von diesem Gesichtspunkt her gehört Corporate Publishing, ähnlich wie Social Media Marketing, Suchmaschinen-Optimierung oder PR zum als Teildisziplin zum Content Marketing, das im weitesten Sinne nützliche statt werbende Inhalte einsetzt, um sie über alle sinnvolle Kanäle zu kommunizieren.

Content Marketing im Dienste des Ichs

Die FAZ schreibt über Ego-Content-Marketing: Bloggen und Twittern für die eigene Karriere