Das Content Marketing Grid – Welche Inhalte wann im Beschaffungsprozess

Welche Inhalte sollten im Content Marketing wann an welcher Stelle im Beschaffungsprozess eingesetzt werden. Das Content Grid zeigt es: Inhaltsform und Publikationskanal gegen Prospekt-Ziele und Beschaffungsprozessphase aufgetragen.

The_Content_Grid_Eloqua_klein.jpg

Quelle: Eloqua – Content Marketing in a Blink: The Content Grid v2 [Infographic]

Content Marketing für IT und Hightech – worum es geht und was es ist.

Die Ausgangslange ist klar: Sie bieten ein technologisch mehr oder weniger komplexes Produkt oder eine technologiebasierende Dienstleistung an, dessen bzw. deren Wert in der Lösung einer unternehmerischen Herausforderung liegt.
Die „klassische“ Marketingkommunikation versucht Interessenten zu Kunden zu machen, indem sie die Eigenschaften des Produkts schildert, Produktvorteile gegenüber dem Wettbewerber in den Vordergrund stellt und – hoffentlich – den Lösungswert für den Nutzer herausarbeitet.
Content Marketing geht einen anderen Weg. Er beginnt nicht beim Produkt, sondern bei den Herausforderungen, mit denen sich die Unternehmen und die verantwortlich handelnden Personen konfrontiert sehen.
Was ist Content Marketing für IT und Hightech?
Content Marketing bietet Interessenten und Kunden Wissen und Informationen aus dem Umfeld der eigenen IT- und Hightech-Lösungen an, statt diese Lösungen nur darzustellen und anzupreisen.
Content Marketing publiziert anwendungsreifes Wissen aus dem „Lösungsraum“, um das Unternehmen als Ganzes und/oder die wichtigen Ansprechpartner als Experten und als erste Anlaufstelle für Lösungssuchende zu profilieren (Thought Leadership).
Content Marketing setzt Inhalte auch ein, um Interessenten durch das Aufzeigen von Lösungen für offene oder virulente Unternehmensherausforderungen gezielt in den B2B-Beschaffungszyklus zu ziehen und bis zur Kaufentscheidung „gerichtet“ zu begleiten.
Content Marketing nutzt zur Veröffentlichung von Inhalten alle sinnvollen Kanäle: PR, Social Media, Websites und Corporate Media.
Content Marketing konzipiert, schreibt und produziert Websites, Unternehmensmedien, Social-Media-Beiträge und Pressebeiträge nach den Vorbildern von Fachzeitschriften und -publikationen

Poesie und Prozessoren zusammenbringen – bei Apple und im Content Marketing

In der Süddeutschen schreibt Walter Isaacson, Biograph von Steve Jobs, heute über die Basis dessen Genialität (im Gegensatz zur Intelligenz von Bill Gates): “In der Welt der Erfindungen und Innovationen bedeutet das, eine Wertschätzung für die geisteswissenschaftliche Kultur mit einem Verständnis für die Naturwissenschaften zu paaren – man muss Kunstfertigkeit mit Technologie, Poesie mit Prozessoren in Verbindung bringen können. Und eben dies war Steve Jobs Spezialität”.
Das Zusammenbringen von Geisteswissenschaft und Technologie ist auch die Basis für die Produktion von Inhalten für das Content Marketing in der IT und in Hightech-Branchen – auch wenn nicht jede Case Study, jedes Whitepaper oder jede Website gleich iPad-Potenzial hat.

Ich baue mir ein Geschäftsmodell – Über “Business Model Generation, das Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer”

Ein in jeder Hinsicht „schönes“ Buch: Business Model Generation von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur. Die beiden Autoren schildern illustrativ – und das ist wörtlich gemeint –, wie sich Geschäftsmodelle mit diesen acht Grundelementen designen lassen:
- Kundensegmente (Customer Segments, CS)
- Wertangebot (Value Proposition, VP)
- Kanäle (Channels, CH)
- Kundenbeziehungen (Customer Relationships)
- Einnahmequellen (Revenue Streams, R$)
- Schlüsselressourcen (Key Resources, KR)
- Schlüsselaktivitäten (Key Activities, KA)
- Schlüsselpartnerschaften (Key Partnerships, KP)
- Kostenstruktur (Cost Structure, C$).

Weiterlesen

Nachrichten kapern – „News Jacking“, das neue Buch von David Meermann Scott

David Meermann Scott, seit seinem Buch „The New Rules of Marketing & PR“ einer der weitgehörtesten Web-Marketing-Gurus, hat mit „News Jacking“ letzte Woche einen neuen Ratgeber veröffentlicht: Diesmal erläutert er, wie Unternehmen sich an aktuelle Nachrichten anhängen und deren zweiten Absatz kapern können.
Sein News-Jacking-Szenario: Nach einen nachrichtenwürdigen Ereignis suchen Redakteure fieberhaft im Web nach Hintergrundinformationen. Veröffentlichen Unternehmen in diesem Augenblick Informationen über Websites, Blogs, Social-Media-Seiten etc, die etwas zum Nachrichten-Wert beitragen, haben sie gute Chancen, dass der Redakteur diese Informationen findet und das Unternehmen mit seiner Botschaft in der Veröffentlichung erwähnt wird.

Weiterlesen

Über das bessere Übersetzen & Lokalisieren von Unternehmens- und Technologietexten

Auf dem Kongress „Deutsch in den Wissenschaften“ wurde – natürlich – beklagt, dass das Deutsche mit seinen Fähigkeiten vom Englischen in den Wissenschaften und im Business sowieso verdrängt wird. Dabei gingen so ausdrucksstarke und bedeutungsformende deutsche Sprachinstrumente wie die Vorsilbe, die vielen reflexiven Verben, das Neutrum oder die Neubildung von Substantiven verloren. Das stimmt. Aber mit Englisch als Lingua franca wird man sich zu Gunsten einer globalisierten Kommunikation abfinden müssen.
Nicht abfinden muss man sich damit, dass in deutschen Übersetzungen aus dem Englischen diese Instrumente ebenfalls fehlen. Unternehmenstexte internationaler Technologieunternehmen, etwa Blogbeiträge, Whitepapers, Referenzberichte oder Pressemeldungen werden strikt entlang des Englischen übersetzt, ohne die Möglichkeiten des Deutschen zu nutzen. Das Ergebnis sind zwar halbwegs verständliche, grammatisch korrekte, aber für deutsche Leser unschöne und stillose Texte, die zeigen, dass das Engagement für den deutschen Markt dann doch Budget-begrenzt ist.
Vor allem für das Übersetzen – besser: für das Lokalisieren – von Texten mit technischen Themen gilt, dass der Übersetzer sich erstens mit dieser Technik auskennen muss, um Sprache und Wortwahl der technischen Community zu treffen, und zweitens eben das gesamte Instrumentarium des Deutschen beherrschen sollte.
Zu diesem Thema auch der aktuelle MarketingProfs-Artikel:
Three Caveats for Multicultural Marketing,